Bayern plant Lockdown für Ungeimpfte

Ausgabe vom 20.11.2021
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Bayern verhängt ab nächster Woche einen Lockdown für Ungeimpfte und in Hotspots sogar für alle Bürger. „Wir müssen handeln“, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Freitag unter Verweis auf hohe Infektionszahlen im Freistaat, wo die Impfquote deutlich niedriger als in anderen Bundesländern ist.

Es werde wieder Kontaktbeschränkungen geben – „einen De-facto-Lockdown für Ungeimpfte im ganzen Land“. Maximal fünf Ungeimpfte aus zwei Haushalten dürften sich dann noch treffen. Besonders gefährdete Bereiche würden wieder dichtgemacht – darunter Bars, Clubs und Diskotheken. Auch Weihnachtsmärkte seien davon betroffen, würden dafür aber Wirtschaftshilfen bekommen.

Bayern begründete die Maßnahmen, die zunächst bis Mitte Dezember gelten sollen, mit dem drohenden Kollaps des Gesundheitssystems. Die 2-G- und 2-G-plus-Regeln, die Ungeimpfte bereits ausschließen, sollen noch mal verschärft werden. In der Gastronomie sei eine Sperrstunde ab 22 Uhr geplant, im Handel dürfe es nur einen Kunden pro zehn Qua­drat­me­ter geben. Dafür werde die epidemische Notlage festgestellt.

In Hotspots mit einer Inzidenz von mindestens 1000 – derzeit sind das acht Landkreise in Bayern – sollen für drei Wochen noch umfangreichere Beschränkungen für alle Bürger gelten. „Hier braucht es eine harte Notbremse“, sagte Söder. Das bedeute Schließungen für Hotels, Gastronomie, Friseure, Kultur- und Sportveranstaltungen. In Bayern liege die Inzidenz bei Ungeimpften bei 1500, bei Geimpften bei 110. 90 Prozent der Intensivbetten seien von Ungeimpften belegt.